Ostermarsch der FIW am 07.04.2012


"Europa schützt seine Grenzen, aber nicht die Flüchtlinge!" zitierte beim Abschluss des Ostermarsches Alexander Ulrich, MdB, den Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung. Und forderte sogleich ein Umdenken und Umsteuern in der europäischen Flüchtlingspolitik, um ein friedliches Zusammenleben zu fördern.


Mindestens zwei der etwa sechzig Teilnehmer beim Ostermarsch am Karsamstag, 7. April 2012, hatten Deutschlands Grenze zu überwinden: Volker Otto war extra aus Aesch in Baselland angereist. Ein zweiter Schweitzer lebt schon seit einiger Zeit in Deutschland, kam jetzt aber immerhin noch aus Neustadt a.d. Weinstraße zum Friedensmarsch.


Bei kühlem, bedeckten Wetter legte Pfarrer Besier zuerst beim Denkmal für die Opfer der Flugtagkatastrophe von 1988 Blumen nieder, bevor er die Bedeutung der Air Base Ramstein so umriss: "Von hier aus bringen Flugzeuge Waffen und alles, was Soldaten zum Kriegführen brauchen, in den Nahen und Mittleren Osten. Sie kehren zurück mit toten und verwundeten Soldaten. Hubschrauber fliegen die Verwundeten zum Hospital auf dem Kirchberg. Anschließend üben sie Rettungsflüge, wobei sie weite Gebiete um Landstuhl volldröhnen, auch in der Nacht und seltsamerweise voll bewaffnet." (Download Redetext)


Beim Marsch sah man Fahnen von der Deutschen Friedensgesellschaft, von pax christi, von den Linken, von der FIW, von der BI gegen Fluglärm und Umweltverschmutzung, Free Tibet und Pace-Fahnen.


Und regenbogenfarbene Schirme – die sollten ausdrücken: "Raketen-Schutzschild? Nein Danke!"


Alexander Ulrich sprach bei der Abschlusskundgebung in Landstuhl vor der Stadthalle viele Friedensthemen an: vom Atomwaffenverzicht im Nahen Osten, in Deutschland und in der Nato über Rüstungsexporte, die Umwandlung der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee und völkerrechtswidrige Aktionen, die über die Air Base Ramstein laufen, bis hin zum geplanten Neubau des US-Hospitals in Weilerbach. "Am Neubau wird sich die Bundesrepublik Deutschland mit mindestens 130 Millionen Euro beteiligen. Das Geld könnte man besser zur Arbeitsplatzförderung in der Region einsetzen."

 


 

 

 

 

 

 

 

 



An den Ostermarsch schloss sich das monatliche Friedensgebet an. Daraus ein Gedanke zu Ostern: Der Glaube an die Auferstehung ermutigt und befähigt zum Aufstehen für den Frieden.

(Download Friedensgebet)


 

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