Friedenscamp 2005
 

Im Gedenken an den Atombombenabwurf über Hiroshima vor 60 Jahren veranstaltete die FIW in Zusammenarbeit mit dem Pfarramt für Friedensdienste und Umwelt der Ev. Landeskirche Speyer und mit Unterstützung der Prot. Kirchengemeinden Ramstein und Kindsbach ein Friedens-Camp. Jugendliche, junge und älter gewordene Erwachsene waren eingeladen, sich mit den Auswirkungen von Atomwaffen, Rüstungsindustrie und der Maxime "Konflikte militärisch zu lösen" auseinanderzusetzen. Das Friedenscamp bot Informationen rund um die Friedensbewegung, Begegnung und Gespräche.

Das Wort "Friedenscamp" wurde gewählt in Anlehnung an die Tradition der Friedensbewegung der 70er und 80er Jahre, um sowohl den Arbeits- als auch den Begegnungscharakter der Veranstaltung hervorzuheben.



 

Programm für Freitag, 5. August

 

18:00 

Abendessen im Camp beim prot. Gemeindehaus Ramstein

20:00 

Film "When the wind blows" (Wenn der Wind weht)

23:30 

Lichter-Aktion und Schweigemarsch vom Camp zur Airbase

 

 

Programm für Samstag, 6. August

  

00:15 

100.000 Kerzen für die Opfer von Hiroshima

08:00 

Frühstück im Camp

10:00 

Workshops (mit BI’s der Region)

13:00 

Mittagessen im Camp

14.00 

Empfang Politiker, Grußworte (am Gedenkplatz der Flugtagskatastrophe)

14:30 

Empfang der "Friedens-Radler" am Westgate der Airbase

15.00 

Friedensgebet am Westgate der Airbase (wie jeden Monat)

16:00 

Abreise bzw. Weiterfahrt nach Büchel

 


In verschiedenen Arbeitsgruppen beschäftigte man sich u. a. mit Themen, wie Rüstungskonversion, "EU-"Verfassung, Fluglärm und JP 8 (Treibstoff der Militärflugzeuge). Das Camp schloss mit dem allmonatlichen Friedensgebet an der Airbase. Den Radfahrern der "PACE-Makers-Tour" von Stuttgart nach Büchel, die in Ramstein Halt machten, wurde folgende "Friedensbotschaft" mit auf den Weg gegeben:
 

 

 

Wir, die Teilnehmenden am Friedenscamp (05./06.08.2005) der "Friedensinitiative Westpfalz" (FIW) zum Gedenken an den 60. Jahrestag des Atombombenabwurfes am 06.08.1945 auf Hiroshima verabschieden diese Friedensbotschaft:

 

Getragen von den visionären Worten des alttestamentlichen Propheten Micha (Kapitel 4, Vers 3) "Sie werden Schwerter zu Pflugscharen ... machen. Es wird kein Volk wider das andere ... lernen, Krieg zu führen", bedauern wir den tausendfachen Tod der Menschen in Hiroshima und Nagasaki. Wir trauern mit den Angehörigen aller Opfer atomarer Katastrophen und militärisch, terroristischer Gewalt. Wir spüren, dass wir bis heute nicht aus der Geschichte gelernt haben, weil wir nach wie vor Konflikte in der Völkergemeinschaft militärisch lösen wollen.

Beinahe 3000 Jahre nach den prophetischen Worten steht militärische Präsenz und die Drohung durch atomare Waffen immer noch im Vordergrund politisch strategischen Handelns.

Auf dem Weg der militärischen Nachrichtenübermittlung des EUCOM von Stuttgart über Landstuhl/Ramstein nach Büchel wollen wir diese alten prophetischen Friedensworte neu zu Gehör bringen. Es muss das Ziel der Menschheit sein sich, von aller militärischen Strategie zu verabschieden. Die so frei gewordenen finanziellen Mittel werden dazu beitragen, dem Willen zum Terror in unserer Welt den Boden zu entziehen. Eine gerechte Weltwirtschaftsordnung mit der Freiheit der Bildung wird jedem Land, jeder Nation, jeder Kultur ein Recht auf Überleben sichert.

 

Deshalb fordern wir die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft in Stuttgart, Landstuhl/Ramstein, Büchel, in Rheinland - Pfalz, in der Bundesrepublik Deutschland, in der Welt auf: atomare Waffen zu zerstören, militärische Gewalt als Konfliktlösung aufzugeben und den Willen zur Konversion zu stärken.

Als Menschheit des 21. Jahrhunderts sollten wir endlich in der Lage sein, die Vision von vor beinahe 3000 Jahren allmählich in die Tat zu übersetzen.

 

Landstuhl/Ramstein, den 05./06.08.2005

 

 


 Freitag Abend: Ankunft einer Radler-Gruppe aus Saarbrücken im Camp

 

 

Samstag, 00:15 Uhr vor der Airbase

 

Samstag Morgen: gemeinsames Frühstück im Camp

 Auch die Kleinen hatten ihren Spaß

 

 

 Samstag, 14:30 Uhr:

 Empfang und Verpflegung

 der Friedens-Radler

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