Pressemitteilung vom 20.07.2012

 

Pace Makers Radmarathon 2012

 

Mit 150 Sportlerinnen und Sportler nehmen am 8. Radmarathon mehr Radfahrer teil als je zuvor. Sie fahren am 4. August die Strecke Bretten – Ramstein – 338 km - hin und zurück. Sie nennen sich Schrittmacher für den Frieden – Pace Makers - und wollen mit ihrer Fahrt daran erinnern, dass vor 67 Jahren 100.000 Menschen durch den Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroschima umgekommen sind. Die Fahrt ist als radsportliches Ereignis einmalig in Deutschland, es gibt keine Sieger und Verlierer und keinen Geldpreis. Sie hat vielmehr ein politisches Ziel: die Forderung zu unterstützen, alleAtomwaffen abzuschaffen. Der Marathon ist Ausdruck einer Ungeduld, aber auch einer Hoffnung auf mehr Frieden in der Welt.

 

Weltweit werden jährlich 100 Mrd US-Dollar für Atomwaffen ausgegeben, Geld, das in den öffentlichen Haushalten für Gesundheit, Soziales und Bildung fehlt. Die NATO-Staaten besitzen 20.000 Atiomsprengköpfe. Statt energisch abzurüsten, wozu sich die Atomwaffenbesitzer vertraglich verpflichtet haben, denken die USA an eine Modernisierung ihrer atomaren Potentiale. Je länger diese existieren, desto mehr Staaten schielen nach dem Supermachtmittel, mit dem sie in jedem Konflikt der Stärkere sind. Wie andere Massenvernichtungsmittel müssen auch Atomwaffen international geächtet werden. Der Deutsche Bundestag hat am 26. März 2010 zwar die Entfernung der 20 auch noch in Büchel (Eifel) lagernden Sprengköpfen gefordert, die deutsche Außenpolitik verfolgt dieses Ziel kaum mit Nachdruck. Um so dringlicher sind Aktionen wie der Marathon, um auf das Atomproblem aufmerksam zu machen.

Das Sportereignis ist Teil der bundesweiten Kampagne „atomwaffenfrei jetzt“, zu der zahlreiche deutsche Friedensorganisationen aufgerufen haben, unter anderem auch die Vereinigung „Bürgermeister für den Frieden“, in dieser haben sich weltweit über 5.000 Städte – darunter 400 aus Deutschland – zusammengeschlossen, an ihrer Spitze steht der Bürgermeister von Hiroschima.

 

Schirmherren des Marathons sind die Oberbürgermeister von Bretten, Heidelberg, Kaiserslautern, Mannheim und Neustadt, sowie der rheinlandpfälzische Radsportpräsident Udo Rudolf. In der Pfalz wird das Vorhaben von den Friedensgruppen in Kaiserslautern und Neustadt (W) unterstützt.

 

Von der Polizei begleitet erreichen die Radsportler um 11:20 Uhr Ludwigshafen und fahren weiter über Bad Dürkheim (12:00 Uhr) und Kaiserslautern zur Gedenkstätte der Flugtagkastrophe unweit der Air Base Ramstein. Die Rückfahrt führt über Johanniskreuz, Neustadt (17:25 Uhr – 17:55 Uhr), Speyer (18;50 Uhr), zurück nach Bretten. Verpflegungsstationen sind Kaiserslautern, Rathausvorplatz und Neustadt am Saalbau.

 

Der Konvoi der Friedensradler wird in Kaiserslautern auf dem Rathausvorplatz von 13:25 Uhr bis 13:55 Uhr Rast machen. Dort wird er von Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhard, Radsportpräsident Uwe Rudolf und Detlev Besier, dem Sprecher der Friedensinitiative Westpfalz (FIW) begrüßt werden. Die FIW organisiert auch die Verköstigung der Sportler. Die Sportler fahren anschließend zur Gedenkstätte für die Opfer der Flugtagkatastrophe 1988 am Parkplatz unweit des Westtors der Air Base Ramstein. Die weitere Fahrt führt über Landstuhl, Queidersbach nach Johanniskreuz und von dort zurück in die Vorderpfalz.

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