"Dear soldiers, think about" - "Soldaten, denkt nach".

 

Mit einer Mahnwache vor dem Tor der Air Base Ramstein versuchte Michael Ebeling aus Hannover die vobreifahrenden amerikanischen Soldaten zum Nachdenken zu veranlassen: Über das Gefangenenlager Guantanamo, illegale Abhöraktionen in den USA und auch - derzeit besonders aktuell - über die Rolle der Air Base Ramstein beim Einsatz von Drohnen zur gesetzeswidrigen Tötung von Personen in Somalia, die von den USA-Geheimdiensten des Terrorismus verdächtigt werden.

Diese Angriffe haben in den letzten Monaten 29 Menschen das Leben gekostet; die Mehrzahl von ihnen waren Unbeteiligte.

 

Seine Themen hatte der 41jährige Elektroingenieur auf einem Plakat aufgelistet, mit dem er von Montag bis Mittwoch über 40 Stunden unweit der Westeinfahrt des Flugplatzes in der sengenden Sommersonne ausharrte.

 

Nicht wenige der Vorbeifahrenden reagierten auf seine Signale mit freundlichen Handzeichen oder auch, indem sie anhielten und das Gespräch mit ihm suchten. Auch Mitglieder der Friedensinitiative Westpfalz unterstützten den Friedensaktivisten, indem sie ihn besuchten.

 

Die deutschen und amerikanischen Behörden, die Ebeling vorweg unterrichtet hatte, erschienen zur Kontrolle, erhoben aber keine Einwände gegen seine Aktion.

 

Mit einer ähnlichen Aktion hatte Ebeling 2010 vor dem niedersächischen Landtag gegen das damals gplante Landesversammlunggesetz protestiert.

 

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