Podium zum Drohnenkrieg

 

Die gesellschaftliche Diskussion um die Beschaffung von Drohnen für die Bundeswehr ist in vollem Gang. Die Verteidigungsministerin fordert Kampfdrohnen, um die deutschen Soldaten bestmöglich zu schützen. Reicht dieses Argument?

 

Rechtsfragen werden gestellt: Darf ein Staat auf dem Gebiet eines andern, ohne dass ein Krieg erklärt ist, Menschen töten? Ist ein Kriegswaffeneinsatz in ziviler Umgebung, wo die "kollaterale" Tötung Unbeteiligter nicht zu vermeiden ist, erlaubt?

 

Wird der Einsatz von Kampfdrohnen die Hemmschwelle, einen Krieg zu entfesseln, nicht sinken, weil das Risiko, dass eigene Soldaten umkommen, wesentlich verringert wird? Wird die Erfahrung hilfloser Unterlegenheit bei den Opfern nicht den Hass, die wichtigste Ressource des Terrorismus, weiter steigern und damit zum Beispiel die Bereitschaft zu Selbstmordattentaten vergrößern? Ist nicht absehbar, dass damit die Chancen für einen Friedensschluss immer geringer werden?

 

Diese und andere Fragen werden bei einer Podiumsveranstaltung im Gemeindezentrum Friedenskirche (Kurt-Schumacherstr. 56) am Donnerstag, 4. September 2014, 19 Uhr, diskutiert werden.

Teilnehmer am Podium sind die Bundeswehr-Generäle Werner Jarosch und Jörg Köpke und die Ruhestandspfarrer Wolfgang Doll und Wolfgang Kohlstruck.

Copyright (C) 2010 Friedensinitiative Westpfalz