Aufruf zum Westpfalz-Ostermarsch 2018

 

Für eine freie Welt, ohne Atomwaffen und militärische Gewalt!

 

Unsere Welt verändert sich immer schneller. Spannungen und Krisen entzünden kriegerische Auseinandersetzungen. Die Option der „ultima ratio“, also der Einsatz von Militär als Konfliktlöser, hat Hochkonjunktur.

 

Immer weniger Diplomatie wird eingesetzt. Immer mehr wird gedroht.

 

Statt konsequent zu deeskalieren, wird durch „Schwarz-Weiß-Malerei“ oftmals willentlich ein Konflikt verschärft.

 

Die amtierende Bundesregierung setzt nach wie vor auf den Ausbau der Bundeswehr und verlängert die Auslandseinsätze. Die Aufstockung des Wehretats sorgt weiter dafür, dass militärische Gewaltanwendung nicht nur denkbar, sondern auch abrufbar ist und bleibt.

 

Wir fordern die Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr

Viele Auslandseinsätze der Bundeswehr werden begründet mit der Sicherung von Rohstoffen und Absatzmärkten. Die von der Verfassung geforderte Zustimmung des Parlamentes zu Auslandseinsätzen wird durch angebliche Sachzwänge und Eilbedürftigkeit zu einem schnellen Abnicken ohne echte Abwägung.

 

Wir fordern eine atomwaffenfreie Welt

Die Lagerung von Atomwaffen im Standort Büchel dienen einer “glaubwürdigen Abschreckungsdoktrin der Nato-Staaten“. Angeblich dient „die nukleare Teilhabe“ Deutschlands der Einflussnahme auf die NATO-Atompolitik. Atomwaffen dienen aber weder dem Frieden noch sichern sie unsere freiheitliche Grundordnung. Sie bedrohen die Menschheit und die Natur. Mehr als 120 Staaten haben den UN-Vertrag zum Verbot atomarer Waffen unterzeichnet.

Auch die Bundesregierung sollte diesen Vertrag unterzeichnen und ratifizieren.



Wir fordern, dass die Grenzen für Menschen geöffnet und für Waffen geschlossen werden

Deutsche Waffenexporte gehen in Kriegs- und Krisengebiete. Sie lassen sich nicht mit dem Argument der Sicherung von Arbeitsplätzen rechtfertigen. Solche Lieferungen dienen nicht der Befriedung von Konflikten. Im Gegenteil befeuern sie die Krisen und bewirken weitere Kriegsopfer und Tote. Völkerrecht und Menschenrecht fordern, Kriege und Kriegsopfer zu vermeiden. Die Rüstungsexporte hebeln diese Rechte gezielt aus. Deswegen fordern wir weitere Konversionsprojekte und die Umwandlung der dem Militär dienenden Arbeit in zivile Arbeit.

 

Wir fordern die Stärkung der Friedensbildung

Aus diesem Grund muss der Bundeswehr untersagt werden, Minderjährige zum Militärdienst einzuziehen. Das Recht der Erziehenden, die Weitergabe von Daten Jugendlicher an die Bundeswehr zu verbieten, muss deutlicher bekannt gemacht werden. Ebenso soll es keine Werbung der Bundeswehr an Schulen geben.



Von unserer Region geht Krieg aus

In der Region um Kaiserslautern konzentrieren sich sehr wichtige Einrichtungen der NATO sowie der USA, u.a. die Air Base Ramstein. Für den Drohnenkrieg der USA und den Nachschub der US-Air Force hat sie eine zentrale Bedeutung.

Fluglärm, Umweltverschmutzung, das Ablassen von Treibstoff benachteiligen und bedrohen die Westpfalz



Krieg darf kein Mittel der Politik sein.

Krieg und Gewalt sind keine Lösung bei Konflikten.

Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.

Krieg schafft immer neue Kriege und neue Gewalt

 

 

Kommen Sie zum Ostermarsch am Samstag, 31. März 2018, solidarisieren Sie sich mit allen Menschen, die eine andere Friedenspolitik wollen.

 

10 Uhr Treffpunkt         Philipp-Mees-Platz mit Begrüßung und Musik,

Demonstrationszug       durch Eisenbahn-, Schneider- und Marktstraße zur Stiftskirche.

                                   Vor der Stiftskirche Rede und Musik.

Gegen 12 Uhr               Ende des Ostermarsches.

 

                                   Einladung zum Friedensgebet an der Air Base Ramstein

                                   um 13.30 Uhr

 

Veranstalter:                                            Friedensinitiative Westpfalz e.V., (0170 41 55 288),

Unterstützerinnen und Unterstützer: Bündnis 90/Die Grünen; Dekanin Dorothee Wüst;

                                                    Frauen wagen Frieden; The Clearing Barrel;

                                                    Pfälzer Initiative „Entrüstet Euch!“;

                                                    Bündnis gegen Rechts in KL; GEW; DGB

 

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